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Klaus Bednarz gestorben, "Vorbild für unerschrockenen Journalismus"
Er war vielen ein positives Vorbild - als Journalist und als Mensch. Er prägte das Bild des engagierten Fernsehjournalisten und hat auf die Generation der heute 45 - 55 jährigen erheblich zivilgesellschaftlich gewirkt. Den konservativen Politikern war er zutieft verhaßt, er galt allen Gesellschaftskritikern in den 80ern als sichere Quelle. Damals war die Bevölkerung in der BRD wesentlich jünger als heute und entsprechend befand sich die junge Generation zu ca. 30% von 1968 bis 1989, die Jahrgänge 1949 bis 1973 in Westdeutschland in beinahe permanenter Opposition zum Regime in Westdeutschland. Klaus Bednarz galt jenen, als eine der wenigen Personen dessen Berichten man vertrauen konnte. In der alten BRD gab es bis Mitte der 80er ausschließlich öffentlich rechtlichen Fernsehjournalismus und kritische Sendungen wie Monitor besaßen Kult Charakter, es gab kein Internet!
Klaus Bednarz wurde am 6. Juni 1942 in Falkensee/Berlin geboren. Er war der erste ARD-Fernsehkorrespondent in Warschau und gründete das dortige ARD-Studio. Außerdem war er Korrespondent und Leiter des ARD-Studios Moskau. Von 1983 bis 2001 moderierte er für den WDR das Politik-Magazin "Monitor" im Ersten, dessen Redaktion er auch leitete. Der Redaktion gehörte unter anderem Gabriele Krone Schmalz an.
Außerdem war er ständiger Kommentator der Tagesthemen. Von 2002 bis zu seiner Pensionierung im Juni 2007 war Klaus Bednarz WDR-Chefreporter und ARD-Sonderkorrespondent. Am Dienstagabend (14.04.2015) starb er im Alter von 72 Jahren nach langer schwerer Krankheit.
Für seine journalistische Leistung erhielt er unter anderem die Carl-von-Ossietzky-Medaille, zwei Grimme-Preise, die Goldenen Kamera, den CIVIS-Medienpreis für Integration und den Umwelt-Medienpreis der Deutschen Umwelthilfe.
Stimmen:
WDR-Intendant Tom Buhrow: "Mit Klaus Bednarz verlieren wir einen der bedeutendsten deutschen Fernsehjournalisten. Klaus Bednarz war ein unbeugsamer Fürsprecher für Mensch und Umwelt. Er war Vorbild für kritischen, unerschrockenen Journalismus. Unter seiner Leitung entwickelte sich 'Monitor' zu einem Magazin, das auf dem Gebiet des investigativen Journalismus Herausragendes und Richtungsweisendes geleistet hat und leistet. In Erinnerung bleiben werden aber auch seine packenden Dokumentationen und Reisereportagen. Klaus Bednarz war mit Leib, Seele und messerscharfem Verstand Journalist - und ein feiner Mensch. Wir sind sehr traurig, dass er nicht mehr bei uns ist."
WDR-Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich: "Klaus Bednarz war ein Anker für alle, die sich für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen. Für ihn nie nur Beiwerk oder Sonntagsrede. Eine starke Stimme, die fehlen wird."
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